Expo Real 2017: Die Korken knallen

Die Expo Real bittet den Immobilienhandel nun zum 20. Mal auf die große Bühne und lädt ein, die Korken knallen zu lassen.

Ganz München befindet sich in Aufruhr – und das nicht nur wegen des Oktoberfests. Die Expo Real bittet den Immobilienhandel nun zum 20. Mal auf die große Bühne und lädt ein, die Korken knallen zu lassen. Die Auftragsbücher für die Immobiliengesellschaften sind voll, Finanzierungsmöglichkeiten so günstig wie nie und die Motivation, Großes zu bewegen, ungebrochen. Es scheint, dass selbst nach 10 Jahren des anhaltenden Booms, noch nicht der Zenit erreicht ist.

Die Expo Real hat sich bis heute zu einem der wichtigsten Treffpunkte für Investoren, Architekten, Projektentwickler und die Bauwirtschaft entwickelt und gehört somit zu einer der Top-Investitionsbörsen Europas.

Wachstum durch Innovation und Technik

Neben der starken Nachfrage von institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland nach Gewerbe- und Wohnimmobilien, ist ebenso ein großes Interesse am deutschen Logistikinvestmentmarkt zu spüren. Bei den Gewerbeimmobilien steht der Wunsch nach neuen Arbeitskonzepten weiterhin im Fokus. Zeitgleich ist das Trend–Thema Co-Working und Co-Living vielbesprochen. Mitarbeiter verlangen zunehmend nach mehr Flexibilität und Arbeitskonzepten, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Innovative Unternehmen wie rent24 zeigen hier, wohin die Fahrt geht. Ein weiteres Trendthema bleibt auch dieses Jahr Smart-Living. Die Digitalisierung hat zwar schon unlängst ihren Weg in unsere Vierwände gefunden, doch soll uns Technik in Zukunft noch mehr in unserem Alltag unterstützen und findet auf der Expo Real eine perfekte Showbühne.

Markt für Gewerbeimmobilien zieht an

Neben dem hochschnellenden Markt für Wohnimmobilien, hat sich auch auf dem Gewerbeimmobilienmarkt in den letzten Monaten in Deutschland vieles getan. Gemäß JLL Deutschland konnten allein in dem Neunmonatszeitraum dieses Jahres Transaktionen von über 38,6 Milliarden Euro verzeichnet werden. Während lange Zeit viele Experten davon ausgingen, dass der Online-Handel das Ende des stationären Handels und damit der Ladenpassagen und Shoppingcenter bedeuten würde, gibt es nun Entwarnung. Die neuesten Zahlen beweisen, dass diese Annahme falsch ist. Denn auch hier kann von Zurückhaltung seitens der Investoren keine Rede sein. Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender des Immobilienfinanzierers Deutsche Hypo, geht davon aus, dass sich dieser Aufwärtstrend noch bis mindestens Ende des Jahres halten wird. Pohl betont stets: „Eine Immobilienblase ist weiterhin nicht in Sicht“. Das beste Beispiel hierfür ist der anstehende Verkauf des „Towers 185“ in Frankfurt.  Insider rechnen mit einem Erlös von 750 bis 800 Millionen Euro. Damit könnte der Verkauf in die Top Drei der höchsten Büroinvestments des Jahres einziehen. Ob der Inhaberwechsel jedoch noch innerhalb des Jahres 2017 stattfindet, bleibt vorerst unklar. „Theoretisch ist es möglich, dass wir den Verkauf bis zum Jahresende abschließen. Doch unter Zeitdruck stehen wir nicht“, sagt Frank Nickel, Chef des Immobilienunternehmens CA Immobilien.

Vielleicht wurden auch einige Details bezüglich des Deals noch auf der Expo Real besprochen. Aber auch so gab es genügend Grund zum Feiern auf dem Branchentreff, oder wie manch einer es nannte: Das verlängerte Münchner Oktoberfest.