Drei PR-Fehler, die Sie um jeden Preis vermeiden sollten

Zwei Personen erarbeiten eine PR-Strategie.

Public Relations, also Öffentlichkeitsarbeit, ist einfach und wenig fehleranfällig? Das ist ein unter vielen Unternehmen weit verbreiteter Irrtum mit zum Teil fatalen Folgen. Wer keine Strategie für die Kommunikation mit seiner Zielgruppe hat, fällt dabei genauso auf die Nase wie derjenige, der nur langweilige oder komplizierte Inhalte an die Öffentlichkeit trägt. Planvolles Vorgehen rechnet sich also und trägt zur effektiven Erreichung definierter PR-Ziele bei.

Fehler Nummer 1: Absenz einer PR-Strategie

Der am häufigsten anzutreffende Fehler in Sachen PR ist zugleich auch der schwerwiegendste. Hat ein Unternehmen keine adäquate PR-Strategie, ist das Scheitern sämtlicher PR-Maßnahmen vorprogrammiert. Untersuchungen haben gezeigt, dass lediglich einer von fünf Kommunikationsbeauftragten in die Planung des unternehmerischen Marketings eingeweiht ist – ein katastrophaler Wert, denn ohne Koordinierung aller intendierten Maßnahmen ist ein stringentes Vorgehen unmöglich. Um das Ganze von vornherein richtig anzugehen, sollten folgende Punkte in der PR-Strategie berücksichtigt werden:

  • Aufgaben
  • Ziele
  • Methoden
  • Kommunikation in Krisen

Wichtig ist darüber hinaus, die Strategie schriftlich zu fixieren, um verbindliche Richtlinien zu schaffen. Das ist allemal besser, als lediglich planlos Erwähnungen in sozialen Medien zu überwachen oder um journalistische Berichterstattungen zu betteln.

 

Fehler Nummer 2: Die Story ist zu langweilig

Der zweite Fehler lässt sich mit einer Analogie zur Filmbranche einleiten: Was ist schlimmer, als für einen Kinofilm keine Karten mehr zu bekommen? Schlimmer ist es, Karten für einen langweiligen Film zu kaufen. Im übertragenen Sinne meint das: Langweilen Unternehmen mit PR-Maßnahmen die Öffentlichkeit, schadet das nicht nur der Glaubwürdigkeit, sondern kann sogar für eine negative Wahrnehmung von Produkten und Konzepten sorgen. Überlegen sollten Unternehmen sich deshalb eine Story, die die Rezipienten auch teilen möchten. Beispiele hierfür können sein:

  • Engagement für ein länger bestehendes Problem oder für einen gesellschaftlichen Zweck
  • Beschreitung neuer und ungewöhnlicher Wege, die sich gegen bestehende Trends wenden

Die Zauberfloskel heißt also gewissermaßen: Auffallen um jeden Preis, aber bitte trotzdem mit Niveau!

 

Fehler Nummer 3: Ignoranz des KISS-Prinzips

Die Ignoranz des sogenannten KISS-Prinzips ist der drittschwerste Fehler bei der Öffentlichkeitsarbeit. „KISS“ steht für „Keep it simple, stupid“. PR-Sprache sollte also so einfach und kurz wie möglich gehalten werden. Das Konzept basiert darauf, dass Rezipienten wie Journalisten in der schnelllebigen Kommunikationswelt stetig sinkende Aufmerksamkeitsspannen aufweisen und dadurch Kommunikationsmaßnahmen am erfolgreichsten sind, umso prägnanter diese formuliert sind. Enthalten sollten sie daher nur:

  • Die wichtigsten Fakten
  • Relevante Stichpunkte
  • Einfach verständliche Sprache

Mehr als zwei Drittel der hauptberuflichen Journalisten verwenden gemäß aktueller Statistiken nach Erhalt einer Mail nur eine Minute auf diese. Alles, was sie innerhalb dieser Zeitspanne nicht erfassen können, geht also in der täglichen Informationsflut unter.