Social Media als Tool der Mächtigen

Der amerikanische Kurznachrichtendienst Twitter bietet Trump die Möglichkeit seine kontroversen Meinungen unzensiert und emotional zu veröffentlichen.

Am 20. Januar wurde Donald J. Trump offiziell zum Präsidenten der USA vereidigt und damit zum mächtigsten Mann der Welt. Zu seinem Wahlerfolg haben ihm, wie er selbst behauptet, auch zu großen Teilen die sozialen Medien verholfen. Die Plattform Twitter nutzt er besonders gerne, um seine provokanten Thesen zu veröffentlichen und einem Millionenpublikum zu präsentieren. Von Beginn seiner Kandidatur an, fühlte sich Trump von den Medien nicht ernst genommen und lancierte daraufhin eigene Botschaften auf seinen Social Media Kanälen, allen voran Twitter.

Twitter im Wahlkampf

Der amerikanische Kurznachrichtendienst Twitter bietet Trump die Möglichkeit seine kontroversen Meinungen unzensiert und emotional zu veröffentlichen und damit eine große Leserschaft direkt zu erreichen. Besonders in der heißen Phase des amerikanischen Wahlkampfes, twitterte der Milliardär bis zu 70 mal am Tag. Außerdem konnte er damit eine rasant wachsende Follower-Zahl verbuchen, die bis heute auf über 20 Millionen angewachsen ist.

Unternehmen in der digitalen Welt

Für Unternehmen führt diese Taktik im Stile Trump, sprich eine Mischung aus steilen Thesen und kontroversen persönlichen Meinungen, allerdings nicht zum Erfolg. Ganz im Gegenteil; es könnte ein Shitstorm entstehen, der erhebliche Imageschäden zur Folge haben kann. Ein gepflegter Social Media Auftritt kann auf der anderen Seite insbesondere für Unternehmen, die einen großen B2C-Fokus haben und damit großen Mehrwert bieten. Zum einen, um sich in der digitalen Welt besser sichtbar zu machen, und auf der anderen Seite kann ein gutes Netzwerk aufgebaut werden. Klienten oder Kunden nutzen heute zum größten Teil das Internet zur Recherche passender Produkte oder Dienstleistungen. Neben einer ansprechenden Website kann ein Social-Media-Account Ihre Sichtbarkeit im Netz deutlich erhöhen und vor allem den Suchenden noch persönlicher ansprechen. Außerdem hilft es, bereits bestehende Kontakte zu pflegen und neue Beziehungen zu knüpfen. Eine gute Vernetzung zu den wichtigen Stakeholdern, Kunden und Geschäftspartnern kann in vielen Momenten sehr hilfreich sein und Synergien in der Kommunikation schaffen.

Aktualität und Qualität ist entscheidend

Um in sozialen Netzwerken einen sympathischen und authentischen Eindruck zu hinterlassen, gibt es verschiedene Merkmale die zu beachten sind. Zunächst sollte regelmäßig Zeit für die Pflege der Profile eingeplant werden, um diese stets aktuell und up-to-date zu halten. Nichts ist unangenehmer, als auf nicht mehr korrekte Angaben von Social Media Auftritten angesprochen zu werden und sie dann korrigieren zu müssen. Neben der Aktualität ist die Richtigkeit und Qualität des veröffentlichten Contents entscheidend für die Imagebildung ihres Unternehmens. Auch bei Hashtags zählt die Maxime „Qualität vor Quantität“. Hilfreich ist zum Beispiel ein Slogan, der das Unternehmen charakterisiert. Dieser festgelegte Hashtag kann unter jedem Post erscheinen und unterstützt damit gleichzeitig die Corporate Identity des Unternehmens.

Soziale Medien sind längst zu einem wichtigen Tool geworden, dem Unternehmen, Kanzleien und Praxen durchaus Aufmerksamkeit schenken sollten. Die meisten haben die Macht von sozialen Netzwerken erkannt und nutzen diese für ihre eigenen Mittel. Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung kann so schnell und gezielt verteilt werden. Die eigenen Follower oder "Freunde" sind eine gute und interessierte Zielgruppe. Sie folgen Ihrem Unternehmen, weil schon ein bestimmtes Interesse besteht. Zu viele Informationen, die dann eventuell belanglos wären oder aber auch zu wenig Informationen, können das Interesse aber auch schnell wieder abflauen lassen. Es ist eine Wanderung auf dem bekannten schmalen Grad.