Wird WhatsApp zum neuen Trumpf von Wirtschafts-PR?

Wird WhatsApp zum neuen Trumpf von Wirtschafts-PR?

Das Phänomen WhatsApp ist kein Trendsetter, sondern eine tiefgreifende Ergänzung des PR-Instrumentariums: Wie kaum ein anderes Medium erreicht der Kurnachrichtendienst Menschen direkt und unmittelbar. Denn wer irgnoiriert schon Kurznachrichten auf dem Smartphone. Besonders in puncto B2C soll der grüne Kommunikations-Gigant künftig eine tragende Rolle in der Kommunikation von inhalten haben und Unternehmen neue Chancen eröffnen.

Service-Management mit Emoji

Ursprünglich aufgegriffen wurde der neue Trend von den Londoner Meinungsforschern der The Nielsen Company. Eine international angelegte Studie des britischen Medienunternehmens mit circa 12.500 Probanden lieferte in diesem Bereich interessante Fakten. Schon heute würden 56 % der Konsumenten lieber einen Messenger-Dienst für grundlegende Fragen zu Produkten konsultieren als den herkömmlichen Kunden-Service. Das bestätigt auch David Marcus, Vize Präsident von Messaging Products bei Facebook. Gerade hier werde die Vertrauensbasis zwischen Anbietern und Kunden gestärkt. Schließlich professionalisiert ein blitzschneller Informationsaustausch den Kundendialog.

83% der Deutschen nutzen den Kurznachrichtendienst

Ganze 93 % der 14-bis 44-jährigen nutzen heutzutage Messenger-Dienste. Gar 90 % der gesendeten Inhalte werden innerhalb der ersten zwei Stunden nach Sendung gelesen. So kann ein Publikum von 40 bis 50 Millionen Personen erreicht werden. Täglich. Die Rolle von PR-Agenturen ist die Koordinierung der Chatting-Tools. PR-Agenturen können das Potential ausschöpfen, indem sie beispielsweise Kampagnen für Mandanten managen. An dieser Stelle kann der Kurznachrichtendienst als Plattform für Marketingaktivitäten oder News dienen. Aber auf Filmaufnahmen, die über das Tool kommuniziert werden, helfen Inhalte glaubwürdiger zu transportieren. Wichtig dabei: wertiger Content ist für die Nutzer relevanter als das klassisches Marketing. Hier müssten auch die richtigen Zielgruppen identifiziert und gebunden werden – genauso wie das an Kennziffern orientierte Monitoring der Conversion bzw. Sichtbarkeit der Inhalte.

Wie genau können B2B-Unternehmen profitieren?

Am Ende müssen die Kommunikationskanäle in die entsprechende Kommunikationsstrategie eines jeden Unternehmens passen. B2B-Unternehmen können beispielsweise über diese Art der Kommunikation News-Gruppen ins Leben rufen, die beispielsweise bei wichtigen Messen oder Events helfen die Aufmerksamkeit potentieller Besucher zu erhöhen.

Die Aufmerksamkeit bzw. Erreichbarkeit via E-Mail ist besonders bei Mailing-Kampagnen oftmals verschwindend gering. Wie wäre es, wenn WhatsApp gezielt für die Verbreitung von Ankündigungen und News auf das jeweilige Event genutzt wird und so die Lust und Neugier zur Teilnahme weckt?

Anderes Beispiel: Mitarbeiterkommunikation. In Asien ist es bereits fast zum Standard geworden, dass große Unternehmen über Kurznachrichtendienste wie zum Beispiel WeChat (vergleichbar mit WhatsApp) kommunizieren. Diese „Gruppen-Chats“ dienen zum Teil als Haupt-Kommunikationskanal für Neuigkeiten in Unternehmen.

Das Einverständnis der Adressaten zur Kontaktaufnahme natürlich vorausgesetzt.

Wie man sieht entwickeln sich Kommunikationskanäle immer wieder neu und Unternehmen sollten prüfen, ob diese neuen Form für sie passen oder nicht.

Kommunikations-Offensive der FB-Tochter

Die theoretischen Ansätze werden bereits jetzt von der Facebook-Tochter WhatsApp finalisiert. Mithilfe der innovativen „WhatsApp Business API“, sollen Unternehmen mit Kunden kommunizieren. Zu diesen gehören beispielsweise das US-Personenlogistik-Unternehmen Uber oder die asiatische Fluggesellschaft Singapore Airlines. Wichtige Dienstleistungen werden also schon im hier und jetzt durch praktische Chatdialoge abgewickelt.

 

Links:

https://firmen.n-tv.de/bettertrust.html

https://www.bankenblatt.de/die-bedeutung-von-pr-arbeit-fuer-finanzunternehmen/