„Corona-Krise als Chance für engagierte Unternehmer“

Große Umwälzungen eröffnen engagierten und ideenoffenen Unternehmern oftmals Chancen und Gelegenheiten, um nicht nur zu überleben, sondern sogar auch zu wachsen . Bildquelle: OrnaW / pixabay.com

Um der Corona-Pandemie Einhalt zu gebieten, haben Regierungen in den meisten Ländern das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben massiv heruntergefahren. Betriebe aller Größen und Branchen standen und stehen vor der enormen Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit alternative Umsatzquellen zu erschließen, um der drohenden Insolvenz  zu entgehen. Dabei eröffnen die Umwälzungen, die momentan zu beobachten sind, engagierten und ideenoffenen Unternehmern oftmals Chancen und Gelegenheiten, um nicht nur zu überleben, sondern sogar auch zu wachsen …

Schon Kurt Tucholsky wusste: „Eine Krise ist jener ungewisse Zustand, in dem sich etwas entscheiden soll: Tod oder Leben – Ja oder Nein.“ Wer unternehmerisch tätig ist, hat sich üblicherweise bereits vor geraumer Zeit entschieden, aktiv statt passiv zu agieren, optimistisch statt pessimistisch zu denken. Dementsprechend stellen sich zahlreiche Unternehmer und Entrepreneure jetzt dem paralysierenden Einfluss von Covid-19 entgegen und finden Nischen und Möglichkeiten, um auf Basis der aktuell geltenden und strengen Gesetzeslage neue Produkte, Dienstleistungen und Kanäle zu erfinden. Sie intensivieren oder kombinieren diese um Arbeitsplätze und Know-how zu erhalten, Menschen in Not zu helfen und die Post-Corona-Ära schon jetzt mitzugestalten.

Get digital!

Die quasi weltweit gültigen „Stay-at-Home“-Vorgaben rücken digitale und virtuelle Angebote sowohl im B2B- als auch im B2C-Kontext enorm in den Fokus – unabhängig davon, ob es um Kooperations-, Kommunikations- oder Wertschöpfungs-Themen geht. Wer sich bisher eher sporadisch mit der Digitalen Transformation beschäftigt hat, steht nun in der Pflicht, schnelle, leistungsfähige und zuverlässige Werkzeuge zu finden, um weiter „mitspielen“ zu können. Wer jetzt neue, innovative und insbesondere intuitiv zu bedienende Hard- und Software-Lösungen entwickelt und verfügbar macht, kann in den nächsten Wochen und Monaten Marktanteile in bisher ungeahnten Ausmaßen erobern – und mit entsprechender Weitsicht sogar auf Jahre hinaus sichern.

Interne und externe Online-Kommunikation stärken!

Wenn sich fast die gesamte Belegschaft im Home-Office befindet, leidet einerseits schon nach wenigen Tagen der wichtige betriebsinterne Austausch, andererseits wird auch die externe PR– und Marketing-Kommunikation erheblich beeinträchtigt oder zumindest erschwert. Um dem erhöhten Bedarf gerecht zu werden, ohne andere Aufgaben vernachlässigen zu müssen, setzen viele Kommunikationsverantwortliche externe PR-Spezialisten, die zum Beispiel das Intranet aktuell halten oder Medien, Kunden, Stake- und Shareholder mit Informationen versorgen. Unabhängig davon, ob man als Marktführer unter verstärktem Wettbewerbsdruck steht  oder sich als Newcomer positionieren will und muss (siehe oben: „Get digital!“), sollte aktuell kein Unternehmen seine diesbezüglichen Anstrengungen herunterfahren, ganz im Gegenteil. Tatsächlich lassen sich jetzt Kanäle und Gewohnheiten etablieren, die sich auch in „normalen“ Zeiten positiv auf das gesamte Betriebsklima auswirken.

Bewirke Gutes – und lass den CEO darüber reden!

Gesellschaftliches und soziales Engagement, das nicht reinen PR-Zwecken dient, stand jedem Unternehmen – und Führungspersonen – bereits in der „Prä-Corona-Ära“ gut zu Gesicht. Uneigennützige und misanthropische Motive schließen eine maßvolle und authentische Öffentlichkeitsarbeit nicht aus. Angesichts einer stetig zunehmenden Informationsflut besteht die Gefahr, dass entsprechende Meldungen zwar wahrgenommen, aber nicht dauerhaft mit einem klar konturierten Unternehmens-Image verbunden werden. Hier schafft die „CEO-Kommunikation“ wirkungsvoll Abhilfe. Kreative, spontane und wirkungsvolle Unterstützung benötigen momentan zahlreiche Bevölkerungsgruppen, Organisationen und Einzelpersonen. Dabei sollte nicht wahllos vorgegangen, sondern auf Nachvollziehbarkeit und auch auf persönliche Beweg- oder Hintergründe der initiierenden Führungspersönlichkeit eingegangen werden. Bezüglich Tonalität und Umfang empfiehlt es sich, zurückhaltend und bescheiden zu formulieren.

Fazit: Ehrlich, engagiert und zuversichtlich die Initiative ergreifen!

Die Corona-Krise stellt gefühlt unsere gesamte Welt auf den Kopf. Wer jetzt diesen nicht verliert, sondern für einen nüchternen Blick über den Tellerrand nutzt, erhält die Gelegenheit, Chancen in ungeahnter Anzahl und Tiefe erkennen und nutzen zu können.